Leben im Weltall
Einleitung
Die Frage nach extraterrestrischem Leben hat die
Menschheit seit Anbeginn immer beschäftigt. Erst in der
heutigen Zeit sind mit dem Fortschritt von Wissenschaft
und Technik die Voraussetzungen dafür gegeben, sich mit
dieser Frage konkret zu beschäftigen und vor allem aktiv
auf die Suche nach Leben außerhalb der Erde zu gehen.
Geschichtliches
Am Beginn der Menschheitsgeschichte musste jedes
Weltbild mangels besseren Wissens geozentrisch sein. Die
Welt stellte man sich aus der Erde bestehend vor, über
der der Himmel gespannt war. Sonne und Mond waren Götter
oder einfach polierte Gold- bzw. Silberschilde, die wie
auch immer am Himmel befestigt waren, Barken, die über
den Himmelsozean kreuzten oder Wagen, auf denen
mythische Helden den Raum durchfuhren. Die Sterne waren
ebenfalls Götter oder einfach am Himmel befestigte
Lichter, manchmal auch kleine Löcher im Himmelszelt,
durch die das Licht einer transzendeten Welt
hindurchschien.
Erst die griechischen Naturphilosophen der klassischen
Antike erkannten, dass Sonne, Mond, Planeten und Sterne
Himmelskörper waren wie die Erde und vermuteten richtig,
dass diese sehr weit entfernt und von beträchtlicher
Grösse sein müssten.
Dies vorausgesetzt, dachte man sich sogleich zwanglos
alle diese Welten bevölkert, der Phantasie über die Art
der Bewohner waren keine Grenzen gesetzt. Auf dem Mond
lebten blasse Seleniten, auf der Venus vielleicht
Urweltmonster in der Art der Dinosaurier, auf dem Mars
Pflanzen und kleinwüchsige Marsianer, ja sogar die
Sonne war von Höhlen durchlöchert, in denen
Sonnenbewohner eine rege Landwirtschaft betrieben, die
man durch die dunklen Sonnenflecken wie durch Fenster
hindurch sogar erkennen konnte, wenn man wollte.
Diese und viele weitere Vorstellungen wurden durch die
Erkenntnisse der modernen Wissenschaft des 18., 19. und
20. Jahrhunderts zunichte gemacht. Man musste
feststellen, dass alle Planeten, der Mond und die Sonne
sowieso, in unserem Sinne vollkommen unbewohnbar waren.
Darüber hinaus erkannte man, dass das Leben und seine
Ausformungen so überaus kompliziert war, dass es,
sofern es nicht von Gott direkt erschaffen war, eine
Unzahl von Voraussetzungen zu seiner Entstehung
benötigte, die nirgends als auf der Erde in irgendeiner
Form gegeben waren. Von der Erde aus konnte man darüber
hinaus selbst mit immer größeren und besseren Geräten
keinerlei Anzeichen für die Existenz belebter Welten
erkennen. Eine Zeitlang war nun in einem neuen
Geozentrismus höherer Stufe die Meinung verbreitet, das
Leben auf der Erde könnte einmalig und einzigartig
sein.
Gibt es Leben im Weltall?
Doch das war des Zufalls zuviel. Sollte tatsächlich nur
und einzig und allein auf der Erde Leben entstanden
sein? Es existierten inzwischen genügend ausgearbeitete
Vorstellungen darüber, wie in etwa man sich die
Entstehung des Lebens auf der Erde vorstellen konnte.
Chemie und Physik mussten im gesamten Weltall nach den
gleichen Gesetzen funktionieren, überall gab es die
selben Elemente, auch die die das Leben aufbauen sind
im ganzen Weltall massenhaft vorhanden. Da dem so war,
mussten fast zwangsläufig Zustände, die auf der Erde
zur Entstehung des Lebens geführt hatten, dieses nicht
nur hier sondern überall hervorbringen.
Vielfach wurden Berechnungen zu der Frage angestellt,
wie viele erdähnliche Planeten das Weltall beherbergen
könnte. Allein unsere Galaxie besteht aus hundert
Milliarden Sternen. Wenn nur jeder tausendste ein
Planetensystem besäße und davon wieder nur in jedem
tausendsten ein erdähnlicher Planet vorkäme, müsste es
100.000 Erden allein in der Milchstrasse geben, es gibt
aber Milliarden von Galaxien ...
Berechnungen dieser Art werden herangezogen, um
auszudrücken, dass es fast vollkommen unmöglich
erscheint, dass das Leben ausschließlich auf der Erde
vorkommt. Inzwischen wissen wir auch, dass tatsächlich
auch um fremde Sonnen Planeten kreisen, wenn wir auch
noch nicht imstande sind die kleineren und daher für
diese Frage interessanteren zu entdecken.
Wenn solche kleinen extrasolaren Planeten entdeckt
werden sollten, woran kaum Zweifel bestehen kann, wie
kann dann festgestellt werden, ob sie vielleicht auch
Leben tragen? Indizien für Leben könnten im Spektrum
ferner Planeten mit verfeinerter Technik der nächsten
Jahrzehnte zu erkennen sein. So wäre zum Beispiel die
Feststellung, dass ein Planet eine sauerstoffreiche
Atmosphäre besitzt ein deutlicher Hinweis auf
ungewöhnliche chemische Vorgänge in der Atmosphäre
oder auf der Oberfläche, weil Sauerstoff ein chemisch
aggressives Element ist, das kaum frei vorkommen
dürfte, wenn es nicht, wie auf der Erde als
Stoffwechsel-Abfallprodukt von den Pflanzen ständig neu
nachproduziert wird. Auf dem Mars gibt es genügend
Sauerstoff, aber so gut wie nicht in der Atmospäre
sondern im Boden in Mineralen an Metalle gebunden.
Auch auf der Erde reichte der Vorrat an freiem
Sauerstoff für gerade 4000 Jahre, nach denen er sich
vollkommen mit den Mineralen des Bodens bzw. dem
verfügbaren Kohlenstoff verbunden hätte. Was für
Sauerstoff gilt, gilt ähnlich auch für andere
Verbindungen, die auf fernen Planeten nachzuweisen
eine zukünftige, wahrscheinlich raumgestützte Technik
wohl möglich machen wird.
Irdische Voraussetzungen des Lebens
(in Bearbeitung)
Intelligentes Leben
(in Bearbeitung)
Ausblick
Die einzige Art und Weise die Existenz
extraterrestrischen Lebens aber tatsächlich auch zu
beweisen, ist die Erkundung anderer Himmelskörper vor
Ort, die erst in den letzten Jahrzehnten möglich
geworden ist. Wir sind dabei ganz und gar auf unser
eigenes Sonnensystem beschränkt, denn eine Reise zu
anderen Sternen ist physikalisch für uns unmöglich und
wird es aller Wahrscheinlichkeit nach für immer bleiben.
Doch sollte es gelingen, in unserem eigenen Sonnensystem,
auf Europa, Titan, dem Mars, einem Kometen, oder wo auch
immer, rezentes oder fossiles Leben zu entdecken,
könnten wir sicher sein, dass es auch anderswo v
orkommen muss. Ob es dann neben unserer auch weitere
"Intelligenzen" im Weltall gibt, ist eine davon
unabhängige Frage, ihr Nachweis etwa durch aufgefangene
Radiosignale oder ähnliches ist extrem unwahrscheinlich.
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